Archiv der Kategorie: Aktuelles

Jahreshauptversammlung des Z/U/M/

Bei der Jahreshauptversammlung des Zentrums für Umwelt und Mobilität (Z/U/M/) stand ein Thema im Mittelpunkt des Abends: das Z/U/M/ muss nach 20 Jahren zum Jahresende die Räume am Stadtmarkt verlassen, weil das Gebäude kernsaniert werden soll. Die 4 Gründungsverbände des Z/U/M/ – ADFC, BUND, NABU und VCD – bekräftigten auf der Versammlung, dass das Z/U/M/ in der jetzigen Konfiguration an anderer Stelle fortgeführt werden soll. Dabei ist eine ähnlich zentrale Lage wie derzeit für das Büro unbedingt erforderlich. Allerdings wird es angesichts des bisher sehr günstigen Mietpreises schwer, einen bezahlbaren Laden zu finden, der die bisherigen Funktionen bietet: Schaufenster, Laden für die Präsentation von Broschüren, Büro, Konferenzraum, Küche, WC, Lager und ein Raum für die Fahrradwerkstatt des ADFC. Als mögliche Alternative wird angedacht, sich mit Partnerorganisationen ein Objekt zu teilen. Alle Vereine wurden bei dem Treffen aufgefordert sich nach geeigneten Läden sowie möglichen Partnern umzusehen. Das Z/U/M/ ist natürlich auch dankbar für Hinweise und Angebote aus der Bevölkerung (E-Mail information@zum-wf.de oder Telefon 05331/2001).

Z/U/M/ in Aktion

Am 7. April fand ein Aktionstag vor dem Zentrum für Umwelt und Mobilität (Z/U/M/) am Stadtmarkt 11 statt. Die vier im Z/U/M/ zusammengeschlossenen Umwelt- und Verkehrsverbände ADFC, BUND, NABU und VCD informierten über ihre Aktivitäten; u.a. gab es Faltblätter mit dem ADFC-Radtourenprogramm sowie das NABU-Programm mit Exkursions- und Vortragsterminen. Der BUND stellte eine Broschüre vor mit ausführlichen Informationen über Wildbienen, schenkte Apfelsaft von Streuobstwiesen aus und bot eine Möhren-Ingwersuppe sowie Möhrenkuchen an. Der VCD verteilte sein Magazin fairkehr, dessen aktuelle Ausgabe sich dem Thema Entschleunigung widmet: die Besinnung auf maßvolles Wachstum und die ökologischen Vorteile des Langsamverkehrs. Der ADFC bot vor dem Z/U/M/ seinen alljährlichen Frühjahrs-Check fürs Fahrrad an.

Wahrscheinlich war dieses der letzte Aktionstag an der gewohnten Stelle. Denn leider stehen die Räume am Stadtmarkt 11 den Z/U/M/-Vereinen nur noch bis zum Ende dieses Jahres zur Verfügung, da das Gebäude kernsaniert werden soll. Sowohl der Infoladen der 4 Verbände als auch die VeloWorx Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt suchen daher dringend neue Räumlichkeiten – am besten wieder wie bisher in zentraler Lage. Hinweise und Angebote aus der Bevölkerung sind erwünscht.

Von Bärenlauch und Seidelbast

Das Zentrum für Umwelt und Mobilität (Z/U/M/) hatte für Karfreitag zu einer Frühlingsblüher-Exkursion in den südlichen Oderwald eingeladen, die bei einigen Teilnehmern mit einer etwa 40 km langen Radtour verbunden war, welche vom VCD geleitet wurde.  Die Dipl.-Biologin Susanne Kracht vom BUND informierte am Treffpunkt u.a. über den Bärlauch, der im Oderwald stellenweise in großen Beständen vorkommt. Dabei konnten die Teilnehmer auch „Bärziki“ probieren und erfuhren noch mehr über weitere leckere Gerichte, die man aus „Allium ursinum“ zubereiten kann.  Frühblüher wie Hohler Lerchensporn oder Buschwindröschen waren wegen der kalten Witterung in diesem Jahr noch nicht zu sehen, dafür aber  Scharbockskraut, Lungenkraut und Seidelbast. Besonders beeindruckend war aber die riesige Menge an Märzenbechern, die an diesem Tag auch zahlreiche weitere Besucher anlockte. Rolf Reichelt vom NABU nahm ebenfalls an der Exkursion teil und konnte als Ortskundiger noch viele interessante Informationen beisteuern.

Kürbistag

Faltblatt

Der Kürbistag am 21. Oktober vor dem Z/U/M/ zog wieder zahlreiche Menschen an, einige durch die Ankündigung in der Presse, andere als Besucher des Wochenmarkts, die durch die Aktivitäten vor dem Z/U/M/ angelockt wurden, wo zeitgleich auch noch der Beleuchtungscheck der Fahrradwerkstatt stattfand. Die Z/U/M/-Aktiven hatten mehrere Kürbisprodukte zum Kosten vorbereitet: eine Kürbissuppe, Kürbisbrot und Kürbismuffins. Dazu gab es ein Faltblatt mit Kürbisrezepten und Informationen zu Kürbissen. Das Faltblatt ist hier als PDF-Datei verfügbar, das Kürbisbrotrezept hier.

Die Kürbissuppe war leider schon kurz vor 12 Uhr ausgegeben. Beim nächsten Kürbistag muss es wohl 2 Suppentöpfe geben. Insgesamt waren die Veranstalter – siehe Foto – sehr zufrieden, zumal auch viele interessante Gespräche geführt wurden.

Besuch des Endlagers Morsleben

Am 6. Oktober besuchten Aktive der im Z/U/M/ zusammengeschlossenen Vereine und weitere Interessierte das Atommüllendlager Morsleben in der Nähe von Helmstedt. Zwischen 1971 und 1991 sowie von 1994 bis 1998 wurden dort insgesamt rund 37.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle endgelagert – die deutlich größere Menge in den Neunziger-Jahren unter der Verantwortung der damaligen Umweltministerin Angela Merkel. Im Gegensatz zur Asse soll der dort gelagerte Atommüll nicht geborgen sondern durch Verfüllungen der Hohlräume und spezielle Abdichtungen sicher gelagert werden. Bei der Befahrung des Endlagers konnten sich die Teilnehmer/innen ein Bild von der Situation unter Tage machen. Anschließend gab es im Infozentrum noch eine Frage- und Diskussionsrunde, bei der auch Kritik an dem derzeit laufenden Verfahren zur Stilllegung geäußert wurde. Insgesamt wurde der Besuch als sehr informativ und interessant bewertet.

Frühblüher-Exkursion in die Asse

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Kreisgruppe Wolfenbüttel, hatte am Karfreitag zu einer botanischen Exkursion zu den Frühblühern der Asse eingeladen. Von Wolfenbüttel aus radelten einige Teilnehmer unter Führung des ADFC zum Treffpunkt nach Wittmar. Insgesamt versammelten sich dort über 50 Personen, was alle Erwartungen übertraf. Unter der Führung der Biologin Susanne Kracht ging es auf Entdeckungssuche zu den pflanzlichen Schätzen der Asse, vorbei am Bismarckturm und der Asseburg. Manche typische Frühblüher wie das Lungenkraut waren angesichts der bereits fortgeschrittenenen Frühlingsvegetation nicht mehr zu finden. Auch wenn die Hochblüte des Hohlen Lerchensporns schon vorbei war, so ist das Frühlingsblühen in der Asse immer noch beeindruckend. Weiter konnten u.a. Scharbockskraut, Buschwindröschen, Waldmeister und Bingelkraut betrachtet werden.  An der Exkursion nahmen auch einige Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins Asse teil, die während der Führung noch weitere interessante Informationen beisteuerten. So werden von Mitgliedern dieser Gruppe die Wege regelmäßig freigeschnitten und gepflegt.